Verwendung des Programms

AutoHotkey macht nichts von alleine; es braucht ein Skript, das ihm sagt, was es tun soll. Ein Skript ist lediglich eine reine Textdatei mit der Dateiendung .ahk, die Instruktionen für das Programm enthält - so ähnlich wie eine Konfigurationsdatei, nur viel mächtiger. Das Wenigste, was ein Skript tun kann, ist eine einzelne Aktion ausführen und sich dann beenden. Die meisten Skripte jedoch definieren eine Reihe von Hotkeys, von denen jeder eine oder mehrere Aktionen ausführt, sobald er gedrückt wird.

#z::Run https://autohotkey.com  ; WIN+Z

^!n::  ; STRG+ALT+N
if WinExist("Unbenannt - Editor")
    WinActivate
else
    Run Notepad
return

Tipp: Sofern es Ihr Browser unterstützt, können Sie jeden Codeblock (wie der oben) als Skriptdatei herunterladen, indem Sie auf die Schaltfläche oben rechts im Codeblock klicken, die erst sichtbar wird, wenn Sie mit der Maus darüber fahren.

Inhaltsverzeichnis

Ein Skript erstellen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie man eine Skriptdatei erstellen kann:

Weitere Informationen zum Schreiben eines Skripts finden Sie unter Skriptsprache.

Ein Skript editieren (bearbeiten)

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Skriptdatei und wählen Sie Edit Script aus, um ein Skript zum Editieren zu öffnen. Wenn das Skript bereits läuft, können Sie den Edit-Befehl verwenden oder mit der rechten Maustaste auf das Tray-Symbol des Skripts klicken und Edit This Script auswählen. Standardmäßig wird dadurch Notepad geöffnet, allerdings können Sie das durch Ändern eines Registry-Eintrags ändern, wie hier gezeigt. Natürlich können Sie jederzeit Ihren Texteditor starten und dann das Skript wie jede andere Textdatei öffnen.

Nachdem Sie ein Skript editiert haben, müssen Sie das Skript starten oder neu laden, damit die Änderungen wirksam werden. Ein laufendes Skript kann in der Regel über das Tray-Menü neu geladen werden.

Ein Skript starten

Sofern AutoHotkey installiert ist, gibt es mehrere Möglichkeiten, ein Skript zu starten:

Die meisten Skripte haben nur einen Effekt, während sie laufen. Verwenden Sie das Tray-Menü oder den ExitApp-Befehl, um ein Skript zu beenden. Skripte sind auch gezwungen, sich zu beenden, wenn Windows heruntergefahren wird. Um ein Skript nach der Anmeldung des Benutzers automatisch starten zu lassen, ist es am einfachsten, eine Verknüpfung der Skriptdatei im Autostart-Ordner zu platzieren.

Skripte können auch kompiliert werden; das heißt, dass ein Skript zusammen mit einer AutoHotkey-Binärdatei zu einer eigenständigen ausführbaren Datei (.exe) kombiniert werden kann.

Tray-Symbol

Standardmäßig fügt jedes Skript ein eigenes Symbol in den Infobereich der Taskleiste (auch bekannt als Tray) ein.

Das Tray-Symbol sieht normalerweise wie folgt aus (aber die Farbe oder der Buchstabe ändert sich, wenn das Skript pausiert oder gesperrt wird): H

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Tray-Symbol, um das Tray-Menü anzuzeigen, das standardmäßig die folgenden Optionen enthält:

Standardmäßig bewirkt ein Doppelklick auf das Tray-Symbol, dass das Hauptfenster des Skripts angezeigt wird.

Der Menu-Befehl kann genutzt werden, um das Tray-Symbol und -Menü individuell anzupassen.

Die #NoTrayIcon-Direktive kann genutzt werden, um das Tray-Symbol zu verstecken.

Hauptfenster

Das Hauptfenster des Skripts ist normalerweise versteckt, aber es kann über das Tray-Symbol oder einen der unten aufgeführten Befehle sichtbar gemacht werden, um Zugang zu Informationen zu erhalten, die für das Debuggen des Skripts nützlich sind. Folgende Elemente, die im View-Menüelement zu finden sind, werden im Hauptfenster angezeigt:

Bekanntes Problem: Die Tastenkürzel der Menüpunkte funktionieren nicht, wenn das Skript eine MsgBox oder ein anderes Dialogfenster anzeigt.

Die interne Variable A_ScriptHwnd enthält die Eindeutige ID (HWND) des Skript-Hauptfensters.

Schließt man dieses Fenster mit WinClose (auch von einem anderen Skript aus), wird das Skript beendet, aber die meisten anderen Methoden verstecken das Fenster und lassen das Skript laufen.

Verwendung der Befehlszeile

Weitere Informationen zur Verwendung der Befehlszeile finden Sie unter Befehlszeilenparameter an ein Skript übergeben, einschließlich einer Liste von Befehlszeilenoptionen, die das Verhalten des Programms beeinflussen.

Portabilität von AutoHotkey.exe

Die Datei AutoHotkey.exe ist alles, was man braucht, um ein beliebiges .ahk-Skript zu starten.

[AHK_L 51+]: Das Umbenennen von AutoHotkey.exe ändert auch die Tatsache, welches Skript standardmäßig ausgeführt wird. Diese Methode kann als Alternative dienen, um ein Skript zu kompilieren, das auf einem Computer ohne installiertem AutoHotkey verwendet werden kann. Zum Beispiel führt MeinSkript.exe automatisch MeinSkript.ahk aus, wenn kein Dateiname angegeben ist.

Installer-Optionen

Um AutoHotkey automatisch in das Standardverzeichnis zu installieren (das gleiche Verzeichnis, das im Nicht-Silent-Modus angezeigt wird), startet man den Installer mit dem /S-Parameter. Zum Beispiel:

AutoHotkey110800_Install.exe /S

Mit dem /D-Parameter kann ein benutzerdefiniertes Standardverzeichnis angegeben werden (lässt man /S weg, würde /D das im Installer angezeigte Standardverzeichnis ändern). Zum Beispiel:

AutoHotkey110800_Install.exe /S /D=C:\Programme\AutoHotkey

Version: Falls AutoHotkey bereits installiert wurde, erkennt der Installer automatisch, welche Version von AutoHotkey.exe standardmäßig gesetzt werden soll. Ansonsten gilt standardmäßig Unicode 32-Bit oder Unicode 64-Bit, abhängig davon, ob das Betriebssystem im 64-Bit-Format ist. Um die standardmäßig gesetzte Version von AutoHotkey.exe zu überschreiben, übergibt man einen der folgenden Parameter:

Das folgende Beispiel installiert AutoHotkey automatisch und setzt ANSI 32-Bit als Standardversion:

AutoHotkey110800_Install.exe /S /A32

Deinstallieren: Um AutoHotkey automatisch zu deinstallieren, startet man Installer.ahk mit dem Parameter /Uninstall. Zum Beispiel:

"C:\Programme\AutoHotkey\AutoHotkey.exe" "C:\Programme\AutoHotkey\Installer.ahk" /Uninstall

In Versionen älter als 1.1.08.00 muss uninst.exe /S verwendet werden. Zum Beispiel:

"C:\Programme\AutoHotkey\uninst.exe" /S

Hinweis: Installer.ahk muss mit Administratorrechten ausgeführt werden, um korrekt zu funktionieren.

Extrahieren: Spätere Versionen des Installers enthalten einen Link in der rechten unteren Ecke, um die Setup-Dateien ohne Installation zu extrahieren. Wenn diese Funktion vorhanden ist, kann sie mit der Befehlszeilenoption /E aufgerufen werden. Zum Beispiel:

AutoHotkey110903_Install.exe /D=F:\AutoHotkey /E

Skripte neustarten [v1.1.19.02+]: Im automatischen Install/Uninstall-Modus werden laufende Skripte automatisch geschlossen, wo immer es notwendig ist. Übergeben Sie die /R-Option ohne zusätzliche Befehlszeilenparameter, um diese Skripte automatisch neu zu laden, egal mit welcher EXE-Datei sie gerade ausgeführt werden. Das Setup wird versuchen, die Skripte über den Explorer zu starten, damit sie ohne Administratorrechten laufen, wenn UAC aktiv ist.

Taskleistenschaltflächen [v1.1.08+]: Ab Windows 7 werden Taskleistenschaltflächen von mehreren Skripten automatisch gruppiert oder standardmäßig zu einer Schaltfläche zusammengefasst. Die Option Separate taskbar buttons (Separate Taskleistenschaltflächen) deaktiviert dieses Verhalten, indem sie jede ausführbare AutoHotkey-Datei als Host-App (IsHostApp) registriert.

[v1.1.24.02+]: Installationen via Befehlszeile können /IsHostApp oder /IsHostApp=1 benutzen, um die Option zu aktivieren, und /IsHostApp=0, um sie zu deaktivieren.

Mit UI-Access starten [v1.1.24.02+]

Die Installer-GUI verfügt über die Option "Add 'Run with UI Access' to context menus" ('Mit UI-Access ausführen' in das Kontextmenü einfügen). Diese Kontextmenü-Option kann häufig auftretende UAC-bezogene Probleme umgehen, damit das Skript administrative Programme automatisieren kann - ohne dass das Skript mit Administratorrechten laufen muss. Um das zu erreichen, wird der Installer Folgendes tun:

Wenn irgendeine dieser UIA-Dateien vor der Installation vorhanden sein sollte, wird der Installer sie automatisch aktualisieren, selbst wenn die uiAccess-Option inaktiv ist.

Installationen via Befehlszeile können /uiAccess oder /uiAccess=1 benutzen, um die Option zu aktivieren, und /uiAccess=0, um sie zu deaktivieren. Standardmäßig wird der Installer die Option aktivieren, wenn UAC aktiv ist und wenn die UI-Access-Kontextmenü-Option vor der Installation vorhanden war.

Skripte, die andere Skripte mit UI-Access ausführen müssen, können einfach Run benutzen, um die entsprechende UIA.EXE-Datei mit den normalen Befehlszeilenparametern auszuführen.

Bekannte Einschränkungen::

Schauen Sie sich Enable interaction with administrative programs (Interaktion mit administrativen Programmen ermöglichen) im Archiv-Forum an, um mehr zu erfahren.